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Schutzmaßnahmen & Forschungsprojekte
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Die durch die Bestandserfassung von Fledermausvorkommen erhaltenen Quartierdaten ermöglichen die Ausarbeitung von wissenschaftlich fundierten Schutzmaßnahmen zur gezielten Sicherung von Quartieren.
Mit wissenschaftlichen Forschungsprojekten sollen gezielt für Schutzmaßnahmen relevante Fragestellungen untersucht werden.
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Gesichertes Winterquartier bei Freudenstadt. Bild: Christian Dietz
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Schutzmaßnahmen erfolgten bisher in Zusammenarbeit mit Behörden, Ortschaftsverwaltungen und Naturschutzverbänden wie NABU und BUND an über 30 Winterquartieren, die durch Vergitterungen vor unbefugtem Betreten geschützt wurden. Gezielte Sicherung von Quartieren der vom Aussterben besonders bedrohten Arten Wimper- und Mopsfledermaus und der auf den Nordschwarzwald beschränkten Nordfledermaus sollen eine ungestörte Überwinterung garantieren. Mit großem Aufwand wurden weitere Winterquartiere gesichert, in denen viele Fledermaus- Individuen vorkommen.
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Der Schutz von Sommerquartieren umfasst insbesondere die Betreuung von Sanierungsarbeiten an Gebäuden und die Beratung von Privatpersonen und Behörden im Umgang mit Fledermausquartieren.
Im Sommer 2003 wurde ein Fledermauskasten-Projekt im Naturschutzgebiet Dießener Tal begonnen. Seit Frühjahr 2004 betreuen wir zwei weitere Fledermauskasten-Projekte im Murgtal sowie im Naturschutzgebiet „Osterhalde" bei Horb-Rexingen. Diese Projekte verbessern zum einen das Quartierangebot für Fledermäuse in den drei Gebieten, zum anderen ermöglichen sie eine genauere Erfassung der Fledermausbestände.
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Langohrfledermaus in Fledermauskasten. Bild: EA Dietz
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Forschungsprojekte wurden seit 1995 unter anderem im Dießener Tal begonnen. An der einzigen Fledermaus-Wochenstube in Dießen bei Horb konnte mit Hilfe einer Infrarot-Zählanlage die Zahl der im Quartier befindlichen Fledermäuse kontinuierlich über mehrere Jahre überwacht werden. Das Projekt wird nun über direkte Ausflugszählungen und Kontrollen fortgesetzt.
Seit dem Jahr 2000 wird ein umfangreiches Beringungsprogramm an Wasserfledermäusen durchgeführt, wodurch die Wanderungen und die Quartiernutzung der Art untersucht werden sollen. Dabei werden den Wasserfledermäusen leichte Aluringe an den Unterarmen angebracht, die mit einer Nummer versehen sind. Der bisherige „Star", das Männchen E14586, wurde im Sommer 2000 im Dießener Tal markiert, überwinterte westlich von Freudenstadt und kehrte im April 2001 wieder ins Dießener Tal zurück, in dem es seither in zwei verschiedenen Quartieren gefunden werden konnte.
Seit dem Frühjahr 2001 wird ein Telemetrieprojekt ebenfalls an Wasserfledermäusen im Dießener Tal durchgeführt. Dabei wurden bisher acht Tieren ultraleichte Radiosender ins Rückenfell geklebt, die eine exakte Peilung der Tiere im Gelände ermöglichen. So konnten die Jagdgebiete und auch neue Quartiere gefunden werden.
Die Beobachtung von kurzfristig im Labor der Universität gehaltenen Wasserfledermäusen aus dem Landkreis FDS führte zur Entdeckung und Dokumentation einer bislang unbekannten Jagdstrategie der Wasserfledermaus, die die Fachwelt verblüffte und sogar in der Zeitschrift GEO vorgestellt wurde.
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Mausohr-Wochenstube in Dießen. Bild: Christian Dietz
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Teil der Mausohr-Wochenstube in Dießen. Bild: Christian Dietz
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Beringtes Wasserfledermaus-Männchen E14586. Bild: Christian Dietz
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